Gericht untersagt Aufführung Kieler Tourneeproduktion

MAMMA MIA! -
Einstweilige Verfügung
gegen Tourneemusical - Plagiat

MAMMA MIA! ist und bleibt das einzige original ABBA-Musical. Tourneeproduktion darf keine ABBA-Songs aufführen!

Hamburg, 21. November 2002. MAMMA MIA! - das Musical mit den Hits von ABBA, spielt seit dem 3. November jeden Abend vor ausverkauften Reihen im Hamburger Operettenhaus. Für 2002 sind nur noch Restplätze zu bekommen, auch der Vorverkauf für 2003 läuft auf Hochtouren.

Während in Hamburg das Musical von den ABBA-Stars Benny Andersson und Björn Ulvaeus einen neuen Musical-Boom ausgelöst hat, versucht die Gastspiel- und Theaterdirektion Gerhartz GmbH mit der inhaltsähnlichen Bühnenproduktion "Mamma Mia - come together" auf Deutschlandtournee zu gehen und verstößt damit gegen ein Urteil des Landgerichts Hamburg.

In einer einstweiligen Verfügung untersagte die Kammer am 16. September 2002 der Gastspiel- und Theaterdirektion Gerhartz GmbH, in der Tourneeproduktion Songs von ABBA zu benutzen sowie das Musical öffentlich zu bewerben. Die einstweilige Verfügung wurde am 01. Oktober 2002 vom Landgericht bestätigt, der Widerspruch der Gastspiel- und Theaterdirektion Gerhartz GmbH wurde abgelehnt. Die Stage Holding hat vom englischen Lizengeber Littlestar Services Ltd. die exklusiven Rechte für MAMMA MIA! erworben.

Maik Klokow, General Manager der Stage Holding Deutschland und Produzent der deutschsprachigen MAMMA MIA!-Inszenierung, zeigte sich verärgert über die Kopie des MAMMA MIA!-Musicals: "Durch das Urteil ist auch bestätigt worden, dass wir die alleinigen Rechte an der bühnenmäßigen Aufführung von ABBA-Songs haben. Alle anderen Produktionen machen sich strafbar. Vor allem verunsichern sie aber unsere Zuschauer und Fans, die das Original im Hamburger Operettenhaus sehen wollen und von der Tourneeproduktion absichtlich falsch umworben werden."

Da sich die Gastspiel- und Theaterdirektion Gerhartz GmbH über die Regelungen der einstweiligen Verfügung hinweggesetzt hat und ihre Tourneeproduktion heute in Nienburg starten will, hat sie ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 € oder Ordnungshaft bis zu sechs Monaten zu erwarten.

Quelle: Stage Holding