MAMMA MIA! - Das Musical mit den Hits von ABBA
"Operettenhaus Hamburg"
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Die Geschichte des Operettenhauses
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Wer sich amüsieren wollte, den zog es schon vor 200 Jahren nach St. Pauli.
Zwischen Reihen von Holzbuden tummelten sich Gaukler und Marktschreier, gaben
Seiltänzer und Kunstreiter ihr Bestes, amüsierten Harlekins und Komödianten,
neckten Taschenspieler und schockierten Tierbändiger und Steinfresser.
Ab 1841, nachdem die letzten hölzernen Buden abgerissen und durch Steinhäuser
ersetzt worden waren, überrragte der älteste Vorläufer des Operettenhauses,
ein neues Bauwerk namens "Circus Gymnasticus" mit antikem Portal und 3000
Sitzplätzen, das Vergnügungsviertel.
1864 wurde der "Circus Gymnasticus" in "Centralhalle" umbenannt und bot mit
seinem Sänger-, Schauspiel- und Ballett-Ensemble allabendlich 30 verschiedene
Nummern aus Lustspiel, Posse, Operette, Ballett und Liederspiel. Zwölf Jahre später,
im Sommer 1876, brannte das Haus völlig nieder. Doch schon ein Jahr später war die
"Centralhalle" wieder eröffnet. Danach waren es auch Erstaufführungen wie Gerhard
Hauptmanns "Weber" sowie "Hanneles Himmelfahrt" Bestandteil des Spielplanes.
Unter der Leitung von Ernst Drucker wurden so unpopuläre Aktionen wie Nichtraucherabende
eingeführt, um die Feuergefahr einzuschränken.
1904 wurde das Haus in "Neues Operetten-Theater" und 1920 in das uns heute
vertraute "Operettenhaus Hamburg" umgetauft. Bis in die 40er Jahre machte diese Bühne -
trotz großer Namen gab es auch viele Pleiten - Hamburger Theatergeschichte und lockte
mit seinem internationalen Programm Scharen von Zuschauern nach St. Pauli.
Im März 1945 zerstörte ein Luftangriff den Rest der Gebäudeteile, die der Bombenhagel
des Juli 1943 übriggelassen hatte.
Nach dem Krieg wurde das Haus an der gleichen Stelle wieder aufgebaut. Fortan
standen Operette, Theatergastspiele, Ballettabende, Revueshows und auch die ersten
Musicals auf dem Programm.
Stars wie Richard Tauber, Käthe Dorsch, Gustav Gründgens, Marika Rökk und
Freddy Quinn rissen die Besucher zu Begeisterungsstürmen hin. Doch in der
Geschichte der einst so populären Bühne gab es auch Schattenseiten:
Auftreibende Diskussionen um Subventionen, finanzielle Risiken und nicht
zuletzt um den Spielplan stellten die Betreiber in den 70er und 80er Jahren
vor erhebliche Probleme.
Mit der deutschen Erstaufführung von Andrew Lloyd Webbers Musical CATS am 18.
April 1986 etablierte sich das Operettenhaus als beliebte Musicalspielstätte am
Spielbudenplatz. Für CATS fiel der Vorhang Ende Januar 2001. In den folgenden
Monaten diente das Haus als Premierentheater für Musicals wie "Fosse" und zuletzt
"Oh! What a Night".
Mit MAMMA MIA! wird das Operettenhaus zum ersten Mal seit CATS wieder dauerhaft
mit einer Produktion bespielt. Das Foyer und der Theatersaal werden für diesen
Zweck aufwendig umgestaltet und renoviert.
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